Eisstock

Aktuelles

Die Sparte Eisstock besteht seit Gründung des ERC Waldbronn im Jahre 1981. Obwohl wir die kleinste Sparte im ERC sind können wir mit unseren Aktivitäten in der Sparte und im Gesamtverein einiges vorweisen. Jedes Jahr im April veranstalten wir das Turnier um den “Waldbronner Teller”, an dem 9 Stocksport-Vereine aus Baden-Württemberg teilnehmen. Außerdem besuchen wir eine ganze Anzahl von ebensolchen Turnieren im Lande und konnten schon beachtliche sportliche Erfolge erringen.

Unsere Mitglieder kommen nicht nur aus Waldbronn sondern auch aus den umliegenden Gemeinden. Das schöne bei diesem Sport ist die Tatsache, dass man ihn bis in’s hohe Alter ausüben kann. So ist unserer ältester aktiver Sportler über 80 Jahre alt.

Wir trainieren auf der Sommerstockbahn hinter der Festhalle Waldbronn. Diese Bahn wurde von den Mitgliedern der Sparte in Eigenleistung und mit Materialunterstützung durch die Gemeinde im Jahre 1998 erbaut. Hierzu gehört auch eine Hütte, in der die Gerätschaften für den Stocksport aufbewahrt werden.

Trainingszeiten

Unsere Trainingszeiten sind jeweils am Montag von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr auf der Anlage (Asphaltbahn) neben der Festhalle Waldbronn.

Bei schlechtem Wetter trainieren wir in der Festhalle.

Die Spielregeln

Eisstockschießen ist eine Sportart mit viel Tradition und ein Sport, der mit einem zum Gleiten gebrachten Eisstock auf Eis oder anderen Bahnen, wie Asphalt oder Kunststoff, betrieben wird. Der Eisstock besteht aus einem Metall-Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und dem Stiel. Das Sportgerät hat ein zulässiges Gewicht von 4,80 kg bis 5,70 kg.

Auf Eis sind die Laufsohlen – auch Platte genannt – aus Gummi und auf Asphalt aus Kunststoff. Je weicher die Mischung der Platte, desto langsamer läuft der Eisstock. Je nach Aufgabenstellung wird der Eisschütze eine langsame Platte (zum Daubenmaß setzen) oder eine schnelle Platte auf den Eisstock aufziehen (zum Abschießen eines Gegnerstockes).

Zur Ausrüstung eines Eisstockschützen gehören vor allem feste Winterschuhe mit einer rutschfesten Gummisohle oder stabile Turnschuhe (für Asphalt).

Für die optimale Handhabung sind wichtig: ein fester und sicherer Stand zum Abstoßen auf dem sogenannten Standeisen (wird in das Eis eingelassen), ein harmonisches Schwingen mit der Arm- und Wurfhand,bei der Abgabe des Schusses das Abdrücken mit dem Standbein und der gleichzeitige Ausfallschritt mit dem vorgestellten Bein.

Beim Mannschaftswettkampf ist das Eisstockspiel ein Wettspiel von jeweils zwei Mannschaften gegeneinander, bei dem es um die Beststellung (kürzeste Entfernung) der Stöcke der eigenen Mannschaften zum Ziel – Daube genannt – geht.

Das Ziel, die Daube – ein kreisrunder Hartgummi-Puck mit 12 cm Durchmesser – ist ein im Zielfeld beweglicher Zielgegenstand. Das Zielfeld misst 3 mal 6 Meter und ist ca. 25 Meter vom Abschusspunkt des Spielers entfernt.

Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt, auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat. Eine Kehre ist ein Teilabschnitt des Spiels.

Das Bestreben, mit dem eigenen Stock möglichst nahe an die Daube zu kommen, kann erreicht werden, indem der Schütze versucht, seinen Stock näher zur Daube zu spielen als der Gegner oder den gegnerischen Stock wegzuschießen oder die Lage der Daube mit dem gespielten Stock durch Bewegen im Zielfeld günstig (für die eigene Mannschaft) zu verändern.

Eine Mannschaft besteht aus 4 Spielern, von denen jeder pro Kehre einen Schuss mit seinem Eisstock von der Abschuss-Stelle ohne Anlauf in das Zielfeld abgeben muss.
Ein Spiel hat 6 Kehren (Teilabschnitte), die jeweils dann beendet sind, wenn beide Mannschaften in einer Schussrichtung alle Stöcke gespielt haben und das Ergebnis von den Spielführern festgestellt ist.

Eine Mannschaft schießt die 1. Kehre an, dann die 3. und 5., während die gegnerische Mannschaft die 2., 4. und 6. Kehre anschießt. Hat ein Stock der anschießenden Mannschaft das Zielfeld erreicht und bleibt in diesem stehen, dann wird von der gegnerischen nachgeschossen. In der Folge muss dann eine Mannschaft solange nachschießen, bis die Best-Stellung eines ihrer Stöcke zur Daube erreicht ist. Gleiche Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube ergibt noch keine Best-Stellung und gilt bei Kehrenende als unentschieden. Wenn ein Spieler so schießt, dass alle Stöcke das Spielfeld verlassen, muss ein Spieler seiner Mannschaft nachschießen.

Jede Mannschaft muss bemüht sein, zumindest einen eigenen Stock am nächsten an der Zielscheibe zu platzieren. Für ein besseres Ergebnis ist es aber nötig, dass nach Beendigung der Kehre zwei, drei oder gar alle vier Stöcke der eigenen Mannschaft näher zur Daube stehen als der best-stehende Stock des Gegners. Nur dann werden sie mit Punkten bewertet.

Zur Wertung zählt der der Daube nächststehende Stock 3 Punkte.

Jeder weitere Stock der gleichen Mannschaft, der ebenfalls näher zur Daube steht als der best-stehende Stock des Gegners, erhält 2 weitere Punkte.

Insgesamt sind also von einer Mannschaft pro Kehre maximal 3 + 2 + 2 + 2 = 9 Punkte zu erzielen.Der oder die Stöcke des Gegners erhalten in dieser Kehre keine Punkte. Bei gleicher Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube werden für diese Stöcke keine Punkte vergeben. Der Spielsieger ist diejenige Mannschaft, die in den 6 Kehren die höhere Stockpunktsumme erreicht. Bei gleicher Stockpunktsumme für beide Mannschaften endet das Spiel unentschieden.