Aktuelles

Leider werden wir auch in der Saison 2018 / 2019 wegen geringer Teilnehmerzahl mit Curling pausieren.  Wenn sich im Laufe der Saison genügend Eissportfreunde, die an dem schönen Wintersport Curling Interesse haben melden, dann können wir in der kommenden Saison wieder starten.

Wir freuen uns natürlich auf jeden Interessenten, ob Jung oder Alt, ob männlich oder weiblich.

Interessante Infos zur Sportart Curling

Mitgliedsbeiträge

Die Mitgliedsbeiträge für die Teilnahme am Curling-Training betragen:
für Erwachsene 150,00 €
für Studenten und Schüler 60,00 €
für Kinder bis 15 Jahre 30,00 €
(jeweils zuzüglich 30,00 € Grundbeitrag).

Im Mitgliedsbeitrag enthalten ist die Nutzung der Eishalle zum Training für 1 Std./Woche, die Curlingsteine, Besen und Slider.

Gerne kann auch an einem Schnuppertraining bis zu dreimal zu je 10,00 € teilgenommen werden.

Curling – Was ist das?

Diese Sportart stammt ursprünglich aus Schottland wo sie aus der einfachen Idee, Steine über zugefrorene Seen zu einem Ziel hin gleiten zu lassen, entstand. Curling unterscheidet sich vom – mit ihm oft verwechselten – Eis-stockschiessen wie das Schach- vom Damespiel. Die Besen wurden damals lediglich zum Entfernen von Schnee, Laub und anderweitiger Verschmutzungen von der Eisfläche verwand. Der älteste Beweis für die Exis-tenz dieses Sports ist der “Stirling Stone”. Auf seiner Oberseite ist die Jahreszahl 1511 eingraviert. Der erste schriftliche Bericht über ein Curlingspiel zweier geistlicher Herren stammt aus der Paisley-Abtei bei Glasgow und ist mit Februar 1541 datiert. Ein Mr. James Gall ließ 1620 auf seinem Grabstein in Perth vermerken, dass er ein großer Freund des Curlingsports gewesen sei.

Viele Steine gab´s und wenig Brot im alten Schottland. Das Land war dünn besiedelt, verkehrstechnisch uner-schlossen und die Böden karg und nur kurze Zeit nutzbar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Schotten sich, wenn sie nicht gerade dem Nachbarclan die Schafe stielen oder sich mit den Engländern prügelten, in einigen Sportarten, die sie auch zum Teil miterfanden, übten. Die Hooligans schienen ebenso eine schottische Erfindung gewesen zu sein. So wurden bereits 1457 auf königlichen Beschluss Sportarten wie Fußball und Golf wegen der Auslösung von Tumulten verboten. Curling war von solchen Verboten allerdings nie bedroht, obwohl sich die Steine, die damals nur wenige Kilo wogen und wegen ihrer handlichen Form “loofie”(=Hand) genannt wurden optimal zum Bewerfen seiner Gegner geeignet hätten. Hier zeigt sich, dass der “Spirit of Curling” schon früh eine wichtige Rolle im Curling gespielt hat.

Curling ist, wie wir inzwischen wissen, eine sehr alte Eissportart, bei der 2 Teams mit jeweils 4 Personen gegen-einander spielen. Jedes Team besteht aus der Nr. 1, dem Lead, der Nr. 2, dem Second, der Nr. 3 oder Third (auch Vizeskip) und der Nr. 4, dem Skip (Teamchef). Jedes Team hat pro Spielabschnitt (End) je 8 Steine zur Verfügung, die jeweils abwechselnd mit seinem direkten Gegenspieler gespielt werden.

In der Mannschaft hat jeder Spieler bestimmte Aufgaben zu lösen. Der Mannschaftsführer, Skip genannt, gibt mit seinem Besen die Spielrichtung an und legt die Taktik fest. Er gibt an, wohin der Stein „gelegt“ werden soll und gibt das Kommando zum Wischen (durch lauten Zuruf während des Gleitens des Steines).
Die Spielidee ist es, seine eigenen Steine möglichst näher an den Mittelpunkt des entfernten Zielkreises (Haus) zu platzieren, als der Gegner. Pro End werden bei insgesamt 8 Curlern 16 Steine gespielt, was ca. 15 Minuten dauert. Die Anzahl der Steine eines Teams, die näher zum Zentrum liegen als die gegnerischen, werden gezählt. Ein Match dauert demnach ca. 2 Stunden.

Nach alter Tradition lädt hiernach die siegreiche Mannschaft anschließend den Gegner zu einem Drink ein, wo man dann die guten oder schlecht gespielten Steine nochmals diskutieren kann. Curling ist wie Schach auf dem Eis und erfordert taktisches Geschick und Vorausdenken. Der Curler benötigt während der Steinabgabe eine ruhige Hand, ähnlich dem Golfer beim Putten, sowie die Vorausberechnung von Karambolagen, wie beim Billard. Hierzu darf der Spieler mit dem Stein bei der Abgabe fast 10 m mitgleiten (Sliden). Dafür hat ein Rechtshänder unter dem linken Schuh eine Gleitsohle, während er unter dem rechten Schuh eine griffige Gummisohle hat. Der Stein wird bei der Abgabe in eine leichte Drehbewegung („CURL“) versetzt. Durch diese Drehbewegung läuft der Stein nicht geradeaus, sondern beschreibt eine – vom Eis abhängige – parabolische Bahn.

Gleichzeitig braucht der Curler Kraft und Kondition beim Wischen, gepaart mit dem feinen Balancegefühl eines Eistänzers, um sich auf dem Eis richtig zu bewegen. Curling ist also alles andere als ein ” Putzfrauensport”, es ist in der Spitze ein Hochleistungssport, was sich in der Anerkennung als Olympische Sportart widerspiegelt.

Gespielt wird mit einem kreisförmigen Granit-Stein mit folgenden reglementierten Maßen: maximal 19.96 kg schwer und 91.44 cm im Umfang, mindestens 11,43 cm hoch. Der Curlingstein wird meist aus “Blue Hone” Gra-nit hergestellt, welcher nur im Nordosten der Insel Ailsa Craig gefunden wird. Diese 338m hohe schottische Insel befindet sich ca. 15 Meilen westlich von Girvan in der Mitte des Kanals “Firth of Clyide”.
Im Spiel berühren sich die Steine mit dem Band, “striking edge” genannt. Der Stein liegt nicht vollständig auf dem Eis, sondern gleitet auf einem geschliffenen Kreis, der vergleichbar ist mit der Unterseite eines Tellers und “running edge” heißt.

Curling wird auf zwei unterschiedlichen Eisarten gespielt: Im Freien auf einer unbearbeiteten Natureisfläche aus mehreren Eisschichten.
In der Halle auf Kunsteis, dessen Oberfläche durch das gleichmäßige Spritzen mit einer Art Gießkanne fein ver-teilte, gefrorene Wassertröpfchen (Pebble) aufweist. Dieses so genannte Pebbled-Ice hat den Vorteil, dass die Steine besser greifen und regelmäßig curlen.

Charakteristisch für diese Sportart sind die zwei wischenden Teamkameraden, die den aus der Abgabezone beim Sliden in Richtung House abgegebenen Stein in der Wischzone mit ihren Curlingsbesen begleiten und vor dem laufenden Stein wischen. Durch die Reibung erwärmt sich das Eis, erzeugt dabei einen hauchdünnen Wasserfilm, her sofort wieder friert und das Eis für kurze Zeit glatter macht, so dass der Stein schneller gleiten kann. Es gibt “Cornbrooms” (Besen aus Kornstroh), Haarbesen und die moderneren Besen. Diese haben einen Kopf, der mit Textilstoff bezogen ist. Heute wird meistens der letztere Besen verwendet. Wischen verlängert den Weg des Steines und verhindert zu starkes «Curlen». Im Fachausdruck heißt das «einen Stein strecken».

Warme und bequeme Bekleidung, wie z.B. Trainingsanzug, Polohemd oder Rollpulli, dicke Socken und Sportschuhe mit möglichst wenig Profil, Handschuhe, sind für den Anfang ausreichend.
Später kann man sich Curlingschuhe und Curlingbekleidung anschaffen.

Die Spezialschuhe haben 2 verschiedene Sohlen, nämlich am Gleitfuß eine sehr glatte Teflon-, Kunststoff- oder Metallsohle und unter dem anderen eine Kreppsohle.

Das Wort “Curling” hat ursprünglich nichts mit der Drehbewegung zu tun, sondern stammt von dem alten Verb “to curr” (= brummen). Gemeint ist hiermit das charakteristische Brummgeräusch des Steines beim Gleiten über die Eisfläche.

Das “curlen” (Drehen) der Steine ermöglicht das Umspielen von Steinen und somit taktisches Spielen. Zum Spiel gehört das präzise Legen (Draw) der Steine genauso wie ein schnelles präzises Hinausspielen des gegneri-schen Steins (Take-out) oder das Schützen der eigenen guten Steine durch „Guards“. Die Taktik des Spieles gibt der erfahrenste Spieler an, der Skip des Teams.